Der Kürbis

GENERELLE INFORMATIONEN
Er ist süss aber nicht fett. Er hat wenig Kalorien, macht aber satt. Er ist gut als Vorspeise aber auch als Dessert.
Der Kürbis ist eine vielseitige Pflanze; leer oder voll, schwer oder leicht, sommerlich oder winterlich, als Verziehrung oder zum essen.
Man kann ihn zu Tisch geniessen, auf den Leinwänden der Künstler bewundern oder in dekorativen Formen bei den Handwerkern. Man kann aus ihm Vasen oder Suppenschüsseln herstellen; ihn als Sirupersatz oder entzündungsmildernde Hautcrème benutzen.
Im römischen Zeitalter benutzte man den Kürbis als leichtes und wasserdichtes Gefäss nachdem man ihm das interne Fruchtfleisch entfernt hatte. Diese Gefässe dienten zum Transport von Salz , Wein, Milch oder Getreide.
Je nach ihrer Form, konnte man aus einigen Kürbissen auch Teller, Schüsseln, Löffel oder sogar Musikinstrumente, wie zum Beispiel die südamerikanischen Maracas, herstellen.
Heute wird er vor allem in Amerika für das, in der ganzen Welt bekannte Fest “Halloween” (31 Oktober) verarbeitet, dass alte keltische Wurzeln hat. Zu diesem Anlass werden die Kürbisse ausgehöhlt und mit Messern zu Frazzen geschnitten; im Innern von Kerzen erläuchtet, um die bösen Geister und Hexen fürs ganze Jahr, zu vertreiben.
Jedoch ist der Erfolg des Kürbisses vor allem als Nahrungsmittel verbreitet : tatsächlich war er ein Grundnahrungsmittel der Armen; heute aber, wurde er auch in Rezepten der hohen Kochkunst eingeführt.
In Norditalien benutzte man die kleineren, nicht sehr entwickelten Kürbisse als Tierfutter; sicher auch wegen ihres geringen Preisses und dem Zuckeranteil.
Fröhlich, um sich greifend, alternativ und wenn wir möchten, wandlungsfähig, so könnte man den Kürbis beschreiben.
Wachstumszeit
Von September bis November.
Es ist ein Gemüse, dass leicht anzubauen ist, da es keine Dünger benötigt; der Kürbis verteidigt sich alleine gegen Parasiten und wächst überall, auch auf den karstigsten Böden.
DIE GESCHICHTE
Die Herkunft des Namens “Kürbis” ist ungewiss. Dem Wörterbuch “Zingarelli” nach, könnte es aus dem lateinischen “cocutia” (Kopf) kommen, dass später dann in "cozucca" umgewandelt wurde und noch später in Kürbis. Den verschiedenen Arten der Kürbisse sind keine Grenzen gesetzt, je nach Land variieren sie.
Die Herkunft der Familie der Kürbisse ist nicht bekannt. Die Ägypter, die Römer, die Inder aus dem Osten, die Araber, die Afrikaner des Nigers, alle diese Völker haben Kürbisse angebaut, sogar verschiedene Arten. Auch Christopher Columbus hat sie auf seinen Reisen in all, die besuchten Länder, eingeführt.
Also wo kommt denn dann der Kürbis her ? Gross oder klein, länglich oder rund, glatt oder faltig, gelb, grün oder gestreift; der Kürbis ist nicht in Europa geboren worden. Er kam tatsächlich aus Indien und die Fachleute, die ihn als “Lagenaria vulgaris” katalogisierten, machten aus ihm eine Speise für Bauernkantinen; im Laufe der Jahrhunderte wurden aber exquisite Rezepte aus ihm hergestellt. Dann mit der Entdeckung von Amerika kamen, einer nach dem anderen, dazu, so gross wie die drei Riesenkürbisse : pepo, maxima e moschata. Sie haben die Fantasie angeregt, gefielen jedoch auch dem Gaumen so sehr, dass sie von den am meisten verbreitesten und konsumierten Arten abstammen.

BESCHREIBUNG DES PRODUKTES
Es ist eine Gemüsenpflanze mit einem verzweigten, rankenden oder schleifenden Stamm, grossen, rauhen Blättern, mehr noch herzförmig und gelben Blüten mit glöckchenhafter Form.
Die Frucht ist eine Beere, hohl im Innern mit platten und ovalen Keimen. Die fast holzige Schale kann verschiedene Töne annehmen, von grün variierend, bis zu gelb, orange oder rotbraun.
Die angebauten Kürbisse stammen vor allem von zwei Sorten ab : dem herkömmlichen Kürbis aus Brasilien oder aus Südasien. Der erstere ist kugelförmig und leicht länglich, der bis zu 50 kg wiegt, gelb oder orangefarben ist, mit einem kreisförmigen Ästchen, gelbem Fruchtfleisch, mehlig und süsslichem Geschmack.
Von diesen verschiedenartigen Spezien stammen folgende bekannte Kürbisse ab : der "Napoletaner", mit leicht grünlicher Schale, der "Turbankürbis", so genannt wegen seiner charakteristischen Form, "der graue aus Boulogne"und der "Marina di Chioggia " (Kürbis Barucca). Der zweite ist auch als "Kürbis pepona" oder "Tortenkürbis"bekannt; eine längliche Frucht, verbogen, angeschwollen an den Seiten, mit einem sternförmig geschnittenen Ästchen; dunkelgrün oder orangefarben mit süssem,zartem Fruchtfleisch. Die bekanntesten Sorten sind : "Piena di Chioggia" e la "Piena di Napoli".
HAUPTEIGENSCHAFTEN

Er ist eine Mine aus Mineralsalzen, Zucker,Vitamin C, Vitamin E (antioxidierend), Betakarotin, das für seine gelb-orange Farbe verantwortlich ist, Nahrungsfasern (die je nach den verschieden Arten variiert), Kalium und Selen (antioxidierend, was je nach Bodenart variiert).
Der Kürbis ist ideal als Diät, da er satt aber nicht fett macht, wegen der wenigen Kalorien, die er enthält (100 gr. = 17 Kal.). Man darf jedoch nicht mit dem Würzen übertreiben, da es von seinem Fruchtfleisch aufgesaugt wird. Hinzu kommt, dass schon 200 g Kürbis ausreichen, um unseren täglichen Bedarf an Vitamin A zu decken.
Er ist leicht verdaubar und der geringe Kaloriengehalt macht ihn ideal, als Nahrungsmittel für Personen, die abnehmen möchten oder Diabetiker.
Das Fruchtfleisch hat entzündungshemmende, schleimlösende und abführende Eigenschaften und wird dadurch nützlich bei Darmverstopfungen.
Seine Eigenschaften sind verschiedenartig : Das Fruchtfleisch ist erfrischend, dietätisch und regelt die Darmflora, deswegen kann seine Einnahme dem nützlich sein, der an Darmstörungen, Hemorroiden,Nierenfunktions- und Verdauungsstörungen leidet; die Samen und das Fruchtfleisch haben zusammen eine beruhigende und hypnotisierende Wirkung; sie helfen deshalb bei Schlafstörungen, Schmerzen und Entzündungen (vor allem bei Blasenschwäche).
Die Samen sind Wurmpilze : Seit Jahrhunderten wurden sie wirkungsvoll als Mittel gegen den Bandwurm eingesetzt.
DER KÜRBIS IN DER KÜCHE
Der Kürbis schmeckt hervorragend : im Ofen mit etwas Öl gegart, in Würfel geschnitten in der Minestrone, als Füllung für tortelli, als Pürée, Brei, Auflauf......und in vielen anderen Gerichten von salzig bis süss, von der Vorspeise bis zum Dessert. Wichtig ist, dass er vor der Zubereitung in der Mitte durchgeschnitten wird, dann geviertelt und in Stücke geschnitten; danach müssen die Samen, Fasern und die Schale entfernt werden. Auch die Blüten des Kürbisses sind sehr schmackhaft, gekocht oder fritiert.
EIN TIPP !
Um den Kürbis solange wie möglich konservieren zu können, sollte man ihn ganz lassen, sonst verwelkt er in wenigen Tagen.




