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Kastanien


Typisch herbstlich; hat die Kastanie ihren Namen von einer antiken Stadt, Tessalien genannt, im Norden Griechenlands, die sich über  Kastanienbäume erhob. Die Ausbreitung des Kastanienbaumes "Castanea sativa" war in allen Mittelmeerländern und in einigen Regionen Asiens zu spüren. Dank seiner Fähigkeit, sich an kalte Temperaturen zu gewöhnen, wächst er in Italien, genauer gesagt, in den Appenninen und den Voralpen.  

Die Kastanie war in der Vergangenheit ein Grundnahrungsmittel für viele armen Völker, die sie als Ersatz zu Brot einnahmen und im Gegnsatz zu dem, sie einen höheren Energiewert, aufweisen kann (36-37%  mehr Stärke und Zucker). Heutzutage ist der Kastanienanbau nicht mehr sehr weit vebreitet, da er nur eine kleine Einnahmensquelle darstellt und von schlimmen Krankheiten befallen wird. Die grossen europäischen Ausbreitungen der Vergangenheit sind sehr angegriffen worden; Anfang des 9.Jahrhunderts von dem“Phytophtora cambivora”, einem Pilz, der für den sogenannten “Tintenschaden” verantwortlich ist. Dieser äussert sich durch blaue Flecken auf den Wurzeln; der Pilz hat fast den ganzen Kastanienwald von Amerika ruiniert.

Kastanien sind nichts anderes, als die Keime des Kastanienbaumes und es sind üblicherweise drei davon in der stacheligen Kugel. Die von Stacheln verdeckte Frucht entsteht, durch die Verwandlung der Schuppen, die die Blüte beschützt. Die Kastanien unerscheiden sich normalerweise durch Hauskastanien, gewöhnliche oder Edelkastanien. Die ersten sind kleiner, mit einer ledrigen Schale,  tiefbraun und einer gequetschten Form. Die Edelkastanien, die vor allem in Konditoreien benutzt werden, haben eine Herzform, sind grösser, mit einer rotbraunen Schale und einem, im Innern, gestreiften Häutchen, dass sich leicht lösen lässt. Man verzehrt sie, nach dem Kochen oder in Mehl bearbeitet, frisch oder getrocknet.

Man verbraucht auch das Holz des Kastanienbaumes, besonders geschätzt, für seine Festigkeit und seine Charakteristik, resistent gegen Verwesung zu sein, da er reich an Gerbsäure ist.

ERNÄHRUNG

Im Gegensatz zur frischen Frucht ist die Kalorienanzahl der frischen Kastanie (210 Kalorien pro 100 g) höher; ausserdem befinden sich in den Kastanien pflanzliche Proteine, Mineralsalze und wasserlösliche Vitamine; sie enthalten aber weniger Vitamin C. Die Zusammensetzung der Kastanie ist ähnlich der des Korns; jedoch ist ihr Ernährungswert geringer als der des Weizenmehls. Ein anderer Vorteil der Kastanie ist an seine besondere Struktur gebunden : die stachelige Kugel schützt die Frucht vor Rückständen, die durch chemische Behandlungen verursacht werden.



DIE KASTANIE IN DER KÜCHE

Kastanien können für verschiedene Speisen benötigt werden; man kann sie, entweder in Wasser und Salz gekocht (ballotte) oder in artgerechten Pfannen geröstet, konsumieren. Sie werden auch für die Zubereitung von Desserts, Marmeladen oder Konfekt benutzt. Man kann sie auch trocknen; von den getrockneten Kastanien macht man ein Mehl, womit man das Dessert “castagnaccio” (Katanienrolle) zubereitet.



ERNÄHRUNGSINFORMATION

Kohlenhydrate : 44,2; Proteine : 3,5; Fett : 1,8; Wasser : 41; Kalorien : 207. essbarer Teil der Frucht: 69; Bruttokalorien : 134.